Das Interesse des Forschungsbereichs liegt auf den Formen und Strukturen sprachlicher Ausdrücke und ihrer Organisation im Sprachsystem – sowohl in der deutschen Standardsprache als auch in andere Varietäten des Deutschen.
Wir beraten mit unserer Sprachberatung in Fragen sprachlicher Problem- und Zweifelsfälle, die auch kompetenten Sprechern und Schreiberinnen regelmäßig begegnen, insbesondere im beruflichen Kontext. Diese betreffen meist den Bereich der Grammatik und gehen oft auf Konflikte im Sprachsystem zurück. Regelmäßig stehen sie im Zusammenhang mit aktuellem Sprachwandel. In unserer Namenberatung geben wir überwiegend Auskunft zu Herkunft und Bedeutung von Familiennamen, beraten aber auch zu Produktnamen.
Unsere aktuelle Forschung prägen Themen aus dem Bereich der Verbmorphologie und -semantik, zu sprachlicher Perspektivierung und zur Polyfunktionalität sprachlicher Ausdrücke, zu Grammatikalisierungsphänomenen und grammatischen Zweifelsfällen, Problemen des Grammatikerwerbs sowie zu Fragen der, auch sprachenvergleichenden, Namensforschung.
In dem seit 2016 laufenden Akademieprojekt Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW) erforschen wir die sprachstrukturellen Eigenschaften der westmitteldeutschen Basisdialekte. Das Projekt verfolgt hierbei das Ziel, die Dialekte bzw. standardfernsten Sprechweisen in Nordrhein-Westfalen und in Teilen von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz auf phonetisch-phonologischer, morphologischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene systematisch zu erheben, auszuwerten und zu interpretieren.
Im Dialektatlas forschen wir in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bonn, Münster und Paderborn.